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IDS Pro Finale - IDS European Championship 2011

06.10.2011 - Kategorie: Allgemein
 MPS Racing Drift Team
 
Zum wiederholten Male wurde dieses Jahr die Europameisterschaft im Driften in Verbindung mit dem letzten Lauf der IDS Pro Meisterschaft am 30.9.2011 – 2.10.2011 auf dem Nürburgring ausgetragen.

 

Unser Wochenende ist natürlich nicht ganz glatt gelaufen. Am Freitagmorgen kam direkt die Ernüchterung. Nach der 10. Runde im Drift versagte das Getriebe am R32. Morgens hatten wir noch kleinere Probleme mit dem 33er und der neuen Elektrik.
Zum Glück konnten wir ein neues Getriebe besorgen und direkt Einbauen. Auch den elektrischen Fehler konnten wir noch am Freitag beheben und somit, am Samstag, richtig ordentlich Qualm produzieren. In der nächsten Saison wird uns auch PPG mit einer Dogbox im R32 unterstützen. Damit gehören defekte Getriebe der Vergangenheit an.
 
Die Autos liefen beide tadellos und haben ihr Potential ordentlich unter Beweis gestellt.
Am Samstagabend konnten wir etliche abgefahrene Reifen zählen. Der RB25/6 Umbau in Rene`s R33 produzierte schon bei 1bar Ladedruck derart viel Leistung, um problemlos im 4. Gang die Reifen zum Drehen zu bringen. Der Slogan „MPS Engineering Engines – built to burn tires“ ist mehr als angebracht. In der nächsten Saison werden wir mit kleinen Änderungen die 600PS Marke knacken und somit die Zuschauer zum Staunen bringen.

 

Der RB26, befeuert von 2x N1 Turbolader, größeren Injectoren und Benzinsystem, einer gut abgestimmten Nistune Software und diversen Änderungen an der Abgasanlage, hat mal wieder gezeigt wie kraftvoll und zuverlässig die RB Motoren arbeiten.
 
Für unsere Reifen bedanken wir uns bei GT Radial, mit diesen Reifen konnten wir mit hervorragender Haftung bei trockenen und feuchten Verhältnissen ausgezeichnete Leistungen erzielen. Ob bei starkem Regen oder trockener Strasse, die Langlebigkeit und der gleichbleibender Grip, auch bei hohen Temperarturen, sind kaum zu übertreffen.  
 
Bei fantastischem Wetter konnten wir im Fahrerlager ca. 90 Rennwagen zählen. Allein 68 Starter in der Europameisterschaft waren angereist. Sämtlich Nationen aus ganz Europa waren vertreten: Bulgarien, Schweden, Dänemark, Schweiz, Luxemburg, Tschechien, Finnland, Frankreich um nur einige zu nennen.
 
Die Veranstaltung fand dieses Jahr bei bestem Wetter in der Müllenbachschleife, ein Abschnitt der Grand-Prix Strecke, am Nürburgring statt.
 
Bekannt ist diese Strecke für ihren atemberaubenden Speed und kniffligen Bereiche, die ein hohes Maß an Präzision erfordern. Die Müllenbachschleife selber wurde dieses Jahr nicht bewertet, da es sich hier nur um „eine“ Kurve handelt und somit der Wertungsfaktor „Linie“ entfallen würde. Vielmehr konnten die Teilnehmer ihr Können an dem high-speed Schumacher-S unter Beweis stellen, wenn sie mit bis zu 180 km/h das Auto in den Drift einleiten. Der nächste Abschnitt ist der schwierigste Part, von der S- Kombination geht es in die Einfahrt „Klein Monaco“, wie die Querspange von Kennern auch genannt wird. Die Einfahrt hat etwa eine Breite von ca. 8m und wird, natürlich quer, in einem Stück angebunden. Mit ca. 50km/h wird dann diese Schikane passiert und im 2. Gang befahren. Der dritte und damit letzte Abschnitt der Strecke besteht aus 3 Kurven, davon eine Links und zwei hintereinander folgenden Rechtskurven. Diese werden dann im 3. Gang passiert und zu zwei Kurven zusammengefasst. Mit ordentlich Power wird die letzte Rechtskurve in die Fordkurve angebunden und ohne Unterbrechung, im Drift, durchfahren.
Oft ist dann bei einem guten Lauf die Lebensdauer der Reifen nach ca. 3-4 Runden beendet.

 

 

Die Bewertung im Qualifing der Teilnehmer setzt sich aus Speed, Winkel, Linie und Style zusammen. Diese Kriterien werden von einer oft 3 oder 4 Personen starken Jury beurteilt.
Aus diesen Punkten setzt sich dann in der Europameisterschaft die Top 32 und in der IDS Pro die Top 16 zusammen.
 
 
In einem Twin Battle, wo jeweils zwei Fahrer gegeneinander antreten, wird dann im K.O. System gegeneinander gefahren.
 
Im Wettkampf muss dann, der Verfolger die Linie und Winkel des Vorausfahrenden kopieren und versuchen so nah wie möglich hinterher zu driften. Der erste Starter ist der besser Qualifizierte, in der zweiten Runde werden dann die Plätze getauscht.
 
Unser MPS Racing Drift Team konnte sich mit beiden Driftfahrzeugen für die Europameisterschaft qualifizieren. Mit dem R33 GTS-T (Fahrer: Rene Portz) auf Platz 28 und mit dem R32 GTS-T (Fahrer: Philipp Stegemann) auf Platz 5.
 
Nach dieser Platzierung starteten dann unsere Teamkollegen im 1. Turn gegeneinander. Dieses Rennen konnte Philipp dann schnell für sich entscheiden und startete in den Top 16 der Europameisterschaft..
 
Im nächsten Run ist er gegen den Schweden, Jacob Hansen gestartet. Jacob ging mit einer S15 an den Start. Schon im Training ist aufgefallen das er verdammt schnell ist. Das Ergebnis war nach 2 Runden jedoch eindeutig. 13:7 für Philipp, das hieß, die nächste Runde ging um Platz 5.
 
Der Gegner hieß Markus Militzer. In seinem BMW M3 und sehr guter Streckenkenntnis, nicht zu unterschätzen. Die erste Runde konnte Markus noch für sich entscheiden, doch dann in der zweiten gewan Philipp an Vorsprung und konnte den Run wieder gewinnen.
 

Es blieben nur noch zwei Gegner bis zum Sieg. Das Halbfinale wurde gegen Todor Dunev, einem Bulgaren mit einem Nissan S13 ausgetragen. Das Auto war schnell, in der 2. Runde fuhr er bei der Verfolgung von Philipp, in der Querspange, dann mit dem Vorderrad an den R32. Folge: gebrochenes Achsteil. Das Auto fiel aus und somit stand Philipp vom MPS-Racing Team im Finale gegen Juha Rintanen.

 
Der Finne fuhr einen Nissan S14 mit einem 700PS starken Toyota Supra Motor, im Training war er der Favorit. Mit seinen sehr schnellen Eingangsgeschwindigkeiten ins Schumacher-S, teilweise ca. 200 km/h, kein leichter Gegner.
 

In der ersten Runde, mit Philipp als Verfolger, ging es los. Der Finne beschleunigte seine S14 so schnell, das es fast unmöglich war dranzubleiben. Auf dem Stück aus der Dunlop Kurve zum Schumacher-S gewann er ca. 50m Vorsprung. Dieser Abstand schlugt sich in der Punkteverteilung nieder. Juha führt mit 6:4 gegen den R32. In der zweiten, entscheidenden Runde, holten beide alles aus ihren Rennwagen. Die Autos schossen parallel den Berg hoch und driften in die kleine Einfahrt zu Querspange. In diesem Bereich konnte Philipp das Rennen für sich entscheiden. Durch einen größeren Driftwinkel und stark abnehmender Geschwindigkeit konnte der Finne nicht folgen und musste den Drift abbrechen. Dieser Fehler führte zum Punkteabzug und der MPS Racing Rennwagen ging mit 7:3 Punkten in Führung.

 
Mit 2 Punkten in der Gesamtwertung konnte Philipp Stegemann vom MPS-Racing Drift Team den Europameistertitel der IDS 2011 nach Deutschland holen.

 

 
Wir freuen uns sehr auf die Saison 2012 und würden uns über Unterstützung freuen. Unser S13 aus dem Vorjahr wird mit neuem Motor und noch mehr Leistung an den Start gehen. Das Auto befindet sich bereits in der Vorbereitung. Genug Werbefläche ist vorhanden.
 

Glückwunsch natürlich auch an Michael Scherr (oben) für den 1. Platz IDS Pro 2011 den 2. Platzierten Christian Koegler und 3. Philippe Guillod sowie den Gewinnern der EM 2. Juha Rintanen und 3. Benno Frieden

Vielen Dank noch mal an unsere treue Kundschaft und unseren Sponsoren für 2011

GT-Radial, PPG Gearboxes Australien, Millers Oils und Rhino`s Energy

sowie allen Fotografen und Filmern

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